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Bruder-Klaus-Krankenhaus

BDH-Klinik Waldkirch gGmbH gegründet


Waldkirch, 15.11.2018
Nach intensiven Verhandlungen geben der Bundesvorstand des BDH Bundesverband Rehabilitation e.V., Bonn und der Regionalverbund kirchlicher Krankenhäuser (RkK) gGmbH bekannt, dass das ehrgeizige Ziel der Übergabe des Bruder-Klaus-Krankenhauses zum Jahresbeginn 2019 nicht eingehalten werden kann. Als neuer Termin für die Übergabe des Bruder-Klaus-Krankenhauses in Waldkirch ist der 1. April 2019 vorgesehen.

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Rundschreiben an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bruder-Klaus-Krankenhaus

Zukunft für das Bruder-Klaus-Krankenhaus

Verehrte Schwestern,
Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BKK,
sehr geehrte Herren Kooperationsärzte,

über das große Interesse an der gestrigen Mitarbeiterversammlung haben wir uns sehr gefreut. Der große Zuspruch bestärkt uns in unserer Überzeugung die richtigen Weichen gestellt zu haben für eine gute Zukunft des Bruder-Klaus-Krankenhauses.

Anfang des Jahres hatten wir Sie darüber informiert, dass das Bruder-Klaus-Krankenhaus an einen anderen Träger übergeben werden soll. Auch wenn wir uns von Anfang an dafür eingesetzt haben das Haus mit seinem spirituellen Charakter im Bereich des Gesundheitswesens zu erhalten, möglichst alle Arbeitsplätze zu sichern und Sie in Mitarbeiterversammlungen und Rundschreiben immer unmittelbar über den aktuellen Stand zu informieren: Uns ist sehr bewusst, dass die vergangenen Monate für Sie alles andere als einfach waren und Sie unter erschwerten und belasteten Rahmenbedingungen gearbeitet haben. Der BDH Bundesverband Rehabilitation e.V. in Bonn hat Ihre hohe Identifikation und Ihre emotionale Bindung zum Bruder-Klaus-Krankenhaus sehr bewusst wahrgenommen. In diesem Sinne haben Sie mit Ihrem großartigen Engagement wesentlich dazu beigetragen, dass wir einen Käufer für das Bruder-Klaus-Krankenhaus gefunden haben und jetzt die Kaufverträge erstellen können.

Zu Ihrer Information anbei die Pressemitteilung, die wir in diesen Minuten im Rahmen des Pressegesprächs veröffentlichen.

Lassen Sie uns gemeinsam die Übergabe des Bruder-Klaus-Krankenhauses erfolgreich gestalten.

Mit freundlichen Grüßen

Prof. Dr. Peter Schmieg           Bernd Fey
Aufsichtsratsvorsitzender      Geschäftsführer

Anlage
Pressemitteilung

Neue Orientierung für das Bruder-Klaus-Krankenhaus

Waldkirch, 10. Januar 2018. Mit der Gründung des freigemeinnützigen Regionalverbundes kirchlicher Krankenhäuser zum Beginn des Jahres 2000 bildeten vier Ordensgemeinschaften eine strategische Allianz zur Realisierung eines gemeinsamen regionalen Versorgungskonzeptes. Dank der hausübergreifenden Bündelung der medizinischen und pflegerischen Kompetenzen ist es dem RKK Klinikum gelungen, ein erweitertes spezialisiertes Leistungsangebot zu entwickeln und so die Vorteile eines großen Klinikums mit der besonderen Atmosphäre von Ordenskrankenhäusern zu vereinen. So konnte mit dem Bruder-Klaus-Krankenhaus auch für die Menschen im Elztal die wohnortnahe Grundversorgung sichergestellt und im Bereich der orthopädischen Chirurgie ein hoch spezialisiertes Angebot vorgehalten werden. „Leider hat die Entwicklung der gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen in den vergangenen 17 Jahren dieses erfolgreiche Konzept nicht gestärkt sondern im Gegenteil, es wurde von Jahr zu Jahr schwieriger, diesen engagierten Einsatz aufrecht zu erhalten“, erläutert RKK Klinikum-Geschäftsführer Bernd Fey.

Das Sozialministerium Baden-Württemberg fordert die Fortführung des Konzentrationsprozesses. Gleichzeitig haben die Krankenkassen als Kostenträger offensichtlich zunehmend Probleme, den Häusern wenigstens das zu erstatten, was ihnen gesetzlich zusteht. Die freigemeinnützigen Krankenhäuser stehen dabei am Ende der Kette, vor allem dann, wenn die Gesellschafter nicht mehr in der Lage sind, unvermeidliche Defizite auszugleichen.

Die Ordensgemeinschaften haben über viele Jahre den Verbund durch die Übertragung der Betriebe, der dazu gehörigen Grundstücke und Gebäude sowie durch hohe Investitionskostenzuschüsse intensiv unterstützt. Die Alters- und Personalstruktur der Gemeinschaften lässt dies künftig nicht mehr zu, zumal diese selber zum Beispiel durch den zunehmenden Wegfall von Gestellungsgeldern kaum mehr über eigene Einnahmen verfügen. Zuschüsse aus Kirchensteuermitteln sind für den Erhalt von Krankenhäusern nicht vorgesehen. Der Aufsichtsrat musste daher den schwerwiegenden Beschluss fassen, für das Bruder-Klaus-Krankenhaus neue Wege zu suchen, gegebenenfalls das Haus in eine andere Trägerschaft ab- bzw. zu übergeben. „Dies fiel umso schwerer, als das Gremium dem Bruder-Klaus-Krankenhaus und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine hohe fachliche Kompetenz, ein großes Engagement und eine besondere Zugewandtheit zu den Patientinnen und Patienten bescheinigt hat und den Beteiligten dafür von Herzen dankt“, betont Prof. Dr.-Ing. Heinzpeter Schmieg, Vorsitzender des Aufsichtsrates.

Ziel ist es, das Haus im Bereich des Sozial- und Gesundheitswesen unter Erhalt der Arbeitsplätze fortführen zu können. Der Prozess steht am Anfang, daher fand am 10. Januar 2018 eine erste Information der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter statt, mit dem Ziel, den Weg gemeinsam zu gehen. Naheliegend war, als erstes Gespräche mit dem Kreiskrankenhaus Emmendingen und der BDH-Klinik Elzach zu suchen, um eventuell landkreisintern Lösungen zu finden. Auch diese Kontakte stehen am Anfang. Die drei beteiligten Krankenhäuser haben für dieses Stadium der Verhandlungen Stillschweigen vereinbart.

Über weitere Entwicklungen wird unverzüglich berichtet werden.