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Zukunft freigemeinnütziger Krankenhäuser

Bundespolitik im Dialog mit Klinikleitungen aus ganz Baden

Zu sehen sind (von links nach rechts).
Manfred Albrecht (Geschäftsführer St. Josefskrankenhaus Heidelberg), Peter Weiß (MdB), Helmut Schillinger (Geschäftsführer St. Elisabethen-Krankenhaus Lörrach), Lothar Riebsamen (MdB und ordentliches Mitglied im Ausschuss für Gesundheit des deutschen Bundestages), Bernd Fey (Geschäftsführer RKK Klinikum Freiburg)

Freiburg, 14. August 2017. Die Bundestagsabgeordneten Lothar Riebsamen und Peter Weiß haben sich im St. Josefskrankenhaus zu einem Gedankenaustausch mit Klinik-Geschäftsführern aus Nord-, Mittel- und Südbaden getroffen. Im Vordergrund stand die Zukunft der freigemeinnützigen Krankenhäuser in Baden-Württemberg, die einen hohen Beitrag für die Qualität der Patientenversorgung leisten. Für die Kliniken zeigten Manfred Albrecht (Geschäftsführer St. Josefskrankenhaus Heidelberg), Bernd Fey (Geschäftsführer RKK Klinikum Freiburg) und Helmut Schillinger (Geschäftsführer St. Elisabethen-Krankenhaus Lörrach) die Schieflage und den politischen Handlungsbedarf bei der Verteilung der Gelder auf; während die Krankenkassen Überschüsse anhäufen, schreibt jedes zweite Krankenhaus in Baden-Württemberg trotz sprudelnder Konjunktur rote Zahlen. Übereinstimmung bestand in der Feststellung, dass die Refinanzierung der Personalkosten ein entscheidender Faktor zur Absicherung der hohen Qualität ist. Auch bezüglich der am Patientenwohl ausgerichteten Qualität als geeignete Finanzierungsgrundlage der Zukunft waren sich die Vertreter aus Politik und Gesundheitswirtschaft einig.

Die freigemeinnützigen Häuser verstehen die Behandlung und Versorgung kranker Menschen als eine umfassende Aufgabe, die neben ärztlicher und pflegerischer Versorgung auch eine seelsorgerische Betreuung der Patienten und die religiöse und psychische Dimension von Krankheitsbewältigung einschließt. In der Unterredung wurde deshalb auch herausgearbeitet, dass ohne eine bessere finanzielle Ausstattung der stationären Versorgung die gerade in freigemeinnützigen Krankenhäusern anzutreffende Patientenzuwendung verloren gehen wird.

„Die CDU hat ein großes Interesse an der Unterstützung von freigemeinnützigen Krankenhäusern, die mit ihrem eigenen Profil ein unverzichtbarer Bestandteil einer qualitativ hochwertigen Patientenversorgung sind“, betont Peter Weiß, MdB. In seiner Funktion als ordentliches Mitglied im Ausschuss für Gesundheit des deutschen Bundestages erläuterte Lothar Riebsamen, MdB: „In dem Gespräch mit den Geschäftsführern heute habe ich sehr wertvolle Anregungen für die nächste Legislaturperiode mitgenommen.

Die Klinik-Geschäftsführer aus Baden bedankten sich bei den Abgeordneten des deutschen Bundestages für ihren persönlichen Einsatz und zeigten sich einig in der Erwartungshaltung an die Politik: Es gelte Rahmenbedingungen zu schaffen, die dem Fachkräftemangel in Medizin und Pflege wirkungsvoll begegnen und gute Arbeitsbedingungen sowie eine ausreichende und verlässliche personelle Besetzung ermöglichen. Dabei dürfe im Interesse der Patienten nicht länger das Diktat der Beitragssatzstabilität in der Krankenversicherung den Zugang zu wertvollen medizinischen Leistungen einschränken.