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Ausbau des Schwerpunkts für Altersmedizin

RKK Klinikum richtet im St. Josefskrankenhaus eine neue Station ein

Freiburg, 13.04.2016 – Um Patienten auch in einer immer älter werdenden Gesellschaft eine optimale Versorgung anbieten zu können hat das RKK Klinikum seinen Schwerpunkt für Altersmedizin ausgebaut. Die im St. Josefskrankenhaus eigens hierfür neu eingerichtete Station IDA
(Interdisziplinäre Altersmedizin) bündelt alle im Klinikum vorhandenen Kompetenzen und steht den betroffenen Patienten mit insgesamt 19 Betten zur Verfügung. Es handelt sich dabei um die einzige Einrichtung dieser Art im Großraum Freiburg. Speziell für die Überwachung akut verwirrter Patienten gibt es einen geschützten Bereich mit 4 Betten, in dem speziell ausgebildete Alltagsbegleiter eine kompetente 24- Stunden-Betreuung sicherstellen.

Mit der Zusammenführung und Verstärkung der vorhandenen Ressourcen bündelt das RKK Klinikum die Kompetenzen zur Versorgung geriatrischer Patienten unterschiedlicher Fachrichtungen nun auf einer Station. „In Verbindung mit den altersgerecht eingerichteten Räumlichkeiten, zu denen auch ein eigener Therapieraum sowie ein eigener Aufenthaltsbereich gehören, sind optimale Voraussetzungen geschaffen worden um den medizinischen und pflegerischen Bedürfnissen älterer Patienten optimal gerecht werden zu können“, betont Geschäftsführer Bernd Fey. Auf der neuen Station arbeiten speziell im Bereich geriatrische Pflege geschulte Pflegekräfte und Ärzte verschiedener Fachrichtungen eng mit Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden und Sozialarbeitern zusammen, um den Patienten eine individuelle ganzheitliche Behandlung und Begleitung zu ermöglichen.

„Von zentraler Bedeutung ist hierbei die enge Zusammenarbeit aller beteiligten Fachrichtungen und Berufsgruppen in einem Team“, erklärt der Ärztliche Leiter des Fachbereichs Neurologie, Psychiatrie und Geriatrie Dr. Bernd Köster und ergänzt: „Ziel ist es, die persönlichen Ressourcen des Patienten so zu fördern, dass er ein größtmögliches Maß an Selbstständigkeit zurückgewinnt, um möglichst in seine gewohnte Umgebung zurückkehren zu können.“ Der Ärztliche Leiter Dr. Bernd Köster und Oberarzt Dr. Philipp Ziefer versorgen konsiliarisch die stationären Patienten aller drei Ordenskrankenhäuser des RKK Klinikums und werden von Kollegen anderer Fachrichtungen hinzugezogen, wenn bei deren Patienten neurologische, psychiatrische oder geriatrische Erkrankungen vorliegen oder vermutet werden.

Akute Erkrankungen bedeuten häufig, vor allem für ältere Menschen, einen tiefen Einschnitt in der weiteren Lebensführung. Die Bewältigung des Alltags, die Beweglichkeit und allgemein die aktive Teilnahme am Leben kann durch eine neu auftretende Krankheit oder eine Verletzung plötzlich bedroht oder unmöglich gemacht werden. Bereits eine wenige Tage dauernde Inaktivität kann die zuvor bestehende Selbständigkeit gefährden. Akute Erkrankungen, Knochenbrüche und Operationen führen bei älteren, oft mehrfach erkrankten Menschen häufig zu einer begleitenden Verschlechterung mehrerer körperlicher und geistiger Funktionen.

So kann es plötzlich zu Verwirrtheit und Verhaltensauffälligkeiten, allgemeiner Schwäche, Problemen beim Gehen etc. kommen. Die Patienten benötigen allgemein mehr Unterstützung.  Einerseits bedürfen Betroffene dann einer optimalen medizinischen Behandlung auf chirurgischem, internistischem oder neurologischem Fachgebiet. Um die Selbständigkeit und Mobilität wieder zu erlangen, bedarf es darüber hinaus aber auch einer besonderen, ganzheitlichen Versorgung in Form aktivierender und trainierender Maßnahmen sowie sozialer Begleitung, Beratung und Unterstützung. Diese Behandlung findet in Form einer geriatrischen Frührehabilitation statt. In vielen Fällen kann durch diese Geriatrisch frührehabilitative Komplexbehandlung – kurz GFK – eine Pflegebedürftigkeit vermieden und können Patienten mobiler, selbstständiger und stabiler nach Hause entlassen werden.