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60 Jahre Bruder-Klaus-Krankenhaus

Großer Tag der offenen Tür am Samstag, 9. Juli 2016
Anlässlich des 60-jährigen Bestehens lädt das Waldkircher Bruder-Klaus-Krankenhaus am Samstag, 9. Juli 2016 in der Zeit von 11:00 Uhr bis 17:00 Uhr zu einem großen Tag der offenen Tür ein.

Besuchern bietet sich Gelegenheit hinter die Kulissen zu blicken, umfassende Einblicke in die Leistungsfähigkeit des in das RKK Klinikum eingebundenen Ordenskrankenhauses zu erhalten und sich aus erster Hand zu informieren. Neben einem abwechslungsreichen Programm und vielfältigen Mitmach-Aktionen besteht die Möglichkeit Experten-Vorträge zum Thema „Spitzenmedizin im Elztal“ zu besuchen und vielfältige medizinische Untersuchungsangebote für Blutdruck, Puls und Blutzucker in Anspruch zu nehmen.

Eine Hüpfburg, Notarztwagen des DRK und ein spezielles Kinderprogramm mit Schminken und Gipsen sorgen für eine kurzweilige Beschäftigung der kleinen Gäste, die ihre Teddys mitbringen können um im Teddybärenkrankenhaus zusammen mit den kleinen Spielkameraden zu lernen wie man einen Verband anlegt und wie man erste Hilfe leistet. Auch für das leibliche Wohl ist mit einer umfangreichen Bewirtung gesorgt. Da die Zugangsstraße gesperrt wird, steht ab dem Bahnhof Waldkirch ein Shuttle-Service zur Verfügung.

Vor Beginn des Tages der offenen Tür findet um 10:30 Uhr ein Festgottesdienst in der Krankenhauskapelle statt. Ein Raum der Stille bieten den ganzen Tag über spirituelle Impulse und damit die Möglichkeit, das im Haus gelebte ganzheitliche Verständnis von Diagnostik, Therapie und Betreuung der Patienten kennenzulernen. In den über Reinraum-Technik verfügenden Operationssälen erläutern Fachleute die Ausstattung, die technischen Geräte und den Ablauf einer OP.  Anhand von Modellen wird beispielsweise nachvollziehbar, wie der Eingriff bei einem künstlichen Hüft- oder Kniegelenk abläuft; für laparoskopische Eingriffe (Schlüssellochoperationen) bietet sich den Besuchern die Gelegenheit sich selbst als Operateur zu versuchen.

Darüber hinaus werden die Möglichkeiten der modernen Endoskopie vorgestellt und Einblicke in die Ultraschall-, Röntgen-, und Computertomografieuntersuchungen gegeben. Physiotherapheuten geben Einblicke in ihre Arbeit, Kinästhetik/Infant Handling-Vorführungen leiten zur richtigen Bewegung und Lagerung kranker Menschen an und Spezialisten der Anästhesie erklären den Ablauf von der Narkose bis zum Aufwachen. Praxiserfahrene Notärzte informieren über Reanimationsmaßnahmen und geben kostenfreie Erste Hilfe-Schulungen. Ziel ist es, das Bewusstsein für lebensrettende Fähigkeiten jedes Einzelnen zu schärfen, Hemmschwellen abzubauen und lebensentscheidende Sofortmaßnahmen vorzustellen. Studien belegen, dass sich nach Eintreten des Herzstillstandes durch die Anwendung der im Kurs vermittelten Basismaßnahmen, die Chance für Herzstillstandsopfer, lebend die Klinik zu erreichen, verdoppelt.  Mit dem Reanimationstraining für Jung und Alt setzt das Bruder-Klaus-Krankenhaus ein Zeichen: Reanimation ist einfach. Jeder kann ein Leben retten!

Überblick der Expertenvorträge:

11.30 Uhr

Minimalinvasive Wirbelsäulenchirurgie / „Ich genieße mein Leben aktiv – aktuelle Therapiekonzepte bei Wirbelsäulenschmerz“
Dr. Achim Lüth und PD Dr. Konrad Seller

13.30 Uhr

Thrombose – wie gefährlich ist das?
Von der Diagnose zur Therapie Dr. Hans Meyer-Blankenburg, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Innere Medizin

14.30 Uhr

Schonende Operationen durch kleine Schnitte
Professor Dr. Stephan Kersting (MBA), Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie

15.30 Uhr

Volkskrankheit Arthrose – Neue und bewährte Therapiemöglichkeiten
Dr. Bettina Götze, Chefärztin der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Kindertraumatologie

16.30 Uhr

Neuigkeiten aus der Hand- und Fußchirurgie
Dr. Simone Jaschke und Dr. Christoph Jaschke

60 Jahre Bruder-Klaus-Krankenhaus

Am Standort Waldkirch betreibt das RKK Klinikum mit dem Bruder-Klaus-Krankenhaus eine Portalklinik, in der die qualitativ hochwertige, wohnortnahe Grundversorgung der Menschen im Elztal sichergestellt und ein Spezialangebot im Bereich der orthopädischen Chirurgie vorgehalten wird. Es wurde im Mai des Jahres 1956 als Allgemeinkrankenhaus der Grundversorgung in Betrieb genommen, nachdem das Waldkircher St. Nikolai-Spital in der verkehrsreichen Freiburger Straße aufgrund seines baulichen Zustandes und der Lage geschlossen werden musste.

Als Träger konnte die Stadt Waldkirch die Franziskus GmbH in Freiburg, heute Kongregation der Franziskanerinnen Erlenbad e. V. in Sasbach, gewinnen. Auf der Suche nach einem geeigneten Bauplatz hat man sich für den hoch über der Stadt auf der Sonnenseite der nördlichen Bergkette des Elztales gelegenen „Heitere-Buckel“ entschieden. Das Krankenhaus verfügte bei seiner Eröffnung über 175 Krankenbetten in der Inneren Medizin, Chirurgie und in einer Belegabteilung Gynäkologie/Geburtshilfe.

Zudem befand sich im 3. Obergeschoss ein Sanatorium mit 40 Betten. Ergänzend wurde eine staatlich anerkannte Krankenpflegeschule in einem angrenzenden Erweiterungsbau eröffnet und ein Personalwohnhaus errichtet. Nach 1972 musste das Sanatorium aufgegeben werden, die Räumlichkeiten wurden in der Folge durch das Krankenhaus genutzt. Eine Gesamtsanierung des Gebäudes, die ebenfalls eine schrittweise Reduzierung der Bettenzahl auf 101 Planbetten und im Gegenzug eine Erweiterung der Funktionsbereiche und die Einrichtung der Interdisziplinären Wahlleistungsstation im 3. Obergeschoss beinhaltete, wurde in drei Bauabschnitten bis zum Jahr 2001 abgeschlossen.