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Neue Orientierung für das Bruder-Klaus-Krankenhaus

Hier ist der offene Brief vom 17. Juli 2018 abrufbar.

Hier ist der offene Brief vom 6. März 2018 abrufbar.

Pressemitteilung vom 10. Januar 2018

Mit der Gründung des freigemeinnützigen Regionalverbundes kirchlicher Krankenhäuser zum Beginn des Jahres 2000 bildeten vier Ordensgemeinschaften eine strategische Allianz zur Realisierung eines gemeinsamen regionalen Versorgungskonzeptes. Dank der hausübergreifenden Bündelung der medizinischen und pflegerischen Kompetenzen ist es dem RKK Klinikum gelungen, ein erweitertes spezialisiertes Leistungsangebot zu entwickeln und so die Vorteile eines großen Klinikums mit der besonderen Atmosphäre von Ordenskrankenhäusern zu vereinen. So konnte mit dem Bruder-Klaus-Krankenhaus auch für die Menschen im Elztal die wohnortnahe Grundversorgung sichergestellt und im Bereich der orthopädischen Chirurgie ein hoch spezialisiertes Angebot vorgehalten werden. „Leider hat die Entwicklung der gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen in den vergangenen 17 Jahren dieses erfolgreiche Konzept nicht gestärkt sondern im Gegenteil, es wurde von Jahr zu Jahr schwieriger, diesen engagierten Einsatz aufrecht zu erhalten“, erläutert RKK Klinikum-Geschäftsführer Bernd Fey.

Das Sozialministerium Baden-Württemberg fordert die Fortführung des Konzentrationsprozesses. Gleichzeitig haben die Krankenkassen als Kostenträger offensichtlich zunehmend Probleme, den Häusern wenigstens das zu erstatten, was ihnen gesetzlich zusteht. Die freigemeinnützigen Krankenhäuser stehen dabei am Ende der Kette, vor allem dann, wenn die Gesellschafter nicht mehr in der Lage sind, unvermeidliche Defizite auszugleichen.

Die Ordensgemeinschaften haben über viele Jahre den Verbund durch die Übertragung der Betriebe, der dazu gehörigen Grundstücke und Gebäude sowie durch hohe Investitionskostenzuschüsse intensiv unterstützt. Die Alters- und Personalstruktur der Gemeinschaften lässt dies künftig nicht mehr zu, zumal diese selber zum Beispiel durch den zunehmenden Wegfall von Gestellungsgeldern kaum mehr über eigene Einnahmen verfügen. Zuschüsse aus Kirchensteuermitteln sind für den Erhalt von Krankenhäusern nicht vorgesehen. Der Aufsichtsrat musste daher den schwerwiegenden Beschluss fassen, für das Bruder-Klaus-Krankenhaus neue Wege zu suchen, gegebenenfalls das Haus in eine andere Trägerschaft ab- bzw. zu übergeben. „Dies fiel umso schwerer, als das Gremium dem Bruder-Klaus-Krankenhaus und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine hohe fachliche Kompetenz, ein großes Engagement und eine besondere Zugewandtheit zu den Patientinnen und Patienten bescheinigt hat und den Beteiligten dafür von Herzen dankt“, betont Prof. Dr.-Ing. Heinzpeter Schmieg, Vorsitzender des Aufsichtsrates.

Ziel ist es, das Haus im Bereich des Sozial- und Gesundheitswesen unter Erhalt der Arbeitsplätze fortführen zu können. Der Prozess steht am Anfang, daher fand am 10. Januar 2018 eine erste Information der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter statt, mit dem Ziel, den Weg gemeinsam zu gehen. Naheliegend war, als erstes Gespräche mit dem Kreiskrankenhaus Emmendingen und der BDH-Klinik Elzach zu suchen, um eventuell landkreisintern Lösungen zu finden. Auch diese Kontakte stehen am Anfang. Die drei beteiligten Krankenhäuser haben für dieses Stadium der Verhandlungen Stillschweigen vereinbart.

Über weitere Entwicklungen wird unverzüglich berichtet werden.