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Lungenkrebs – Moderne Therapieverfahren

Gesundheitsforum am 11. Dezember im Bürgerhaus Seepark

Dr. Stephan Sorichter
Dr. Christian Weissenberger

Anlässlich des letzten Weltkrebstags teilte das Deutsche Krebsforschungszentrum mit, dass Lungenkrebs erstmalig auch bei Frauen die häufigste Krebstodesursache sein wird. Forscher erwarten, dass 2017 insgesamt 275.700 Menschen in der EU an Lungenkrebs sterben werden. Dies entspreche einem Anteil von 20 Prozent aller erwarteten Krebstoten. Aber es besteht auch Grund zur Hoffnung: die Fortschritte in der Krebsforschung lassen für die nähere Zukunft bessere Behandlungserfolge erwarten. Im Rahmen des Gesundheitsforums „Lungenkrebs – Moderne Therapieverfahren“ werden am Montag, 11. Dezember um 19:00 Uhr im Bürgerhaus Seepark (Gerhart-Hauptmann-Straße 1 in Freiburg) die Möglichkeiten moderner Medizin vorgestellt. Referieren werden Professor Dr. Stephan Sorichter (Chefarzt der Klinik für Pneumologie im RKK Klinikum), PD Dr. Christian Weissenberger (Leiter des Freiburger Zentrums für Strahlentherapie), Dr. Walter Harder (Ärztlicher Leiter MVZ Lörrach und Leiter der Strahlentherapie / Radioonkologie) und Dr. Tobias Reiber (Onkologische Schwerpunktpraxis Dres. Reiber & Sigler).

Der Eintritt ist kostenfrei, aufgrund der begrenzten Kapazität ist eine Anmeldung erforderlich (info@stz-fr.de, Telefon 0761 / 151 864-05).

Dr. Walter Harder
Dr. Tobias Reiber

Lungenkrebs bleibt oft lange Zeit unbemerkt, denn es gibt bei dieser Erkrankung keine Frühwarnzeichen. Im Gegensatz zu Krebsarten wie Brust-, Darm- oder Prostatakrebs bietet die Medizin bis dato keine anerkannten Untersuchungen zur Früherkennung. „Deshalb sollten Abgeschlagenheit, verminderte Belastbarkeit und Gewichtsverlust oder anhaltende Beschwerden wie hartnäckiger Husten, starker Auswurf oder Heiserkeit konsequent abgeklärt werden“, betont Professor Dr. Stephan Sorichter, der mit der Klinik für Pneumologie am St. Josefskrankenhaus ein Kompetenzzentrum für Atemwegs- und Lungenerkrankungen aufgebaut hat. Ob Operation, Chemotherapie, Strahlentherapie oder zielgerichtete Therapie – welche Methode jeweils zum Einsatz kommt, hängt in erster Linie von der Tumorart und dem Erkrankungsstadium ab. „Im Zentrum steht dabei die Lebensqualität des Patienten“, stellt Dr. Tobias Reiber fest. Die Operation spielt beim früh entdeckten oder nur lokal ausgebreiteten Bronchialkarzinom eine zentrale Rolle. In Spätstadien aller Lungenkrebsformen, wenn es über Lymph- und Blutwege zur Ausbreitung im ganzen Körper gekommen ist, steht die Chemo- und Strahlentherapie im Vordergrund: „Wenn der Tumor bereits entfernt gelegene Lymphknoten oder andere Organe befallen hat, wird Chemotherapie – häufig in Kombination mit Strahlentherapie – eingesetzt, um das weitere Tumorwachstum zu stoppen oder zu verlangsamen“, erläutert Dr. Walter Harder. „Bei vielen Arten von Lungenkrebs kann eine zusätzliche Bestrahlung des Brustkorbs oder der befallenen Körperregionen das Leben unserer Patienten oder Patientinnen verlängern“, ergänzt PD Dr. Christian Weissenberger. Das Zentrum für Strahlentherapie und Radioonkologie in Freiburg-Landwasser und das MVZ Lörrach stehen als Partner der bestehenden Tumorzentren und der niedergelassenen Ärzte für modernste Strahlentherapie.