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„Die Zukunft der Altersmedizin“ Gesundheitsforum im Seepark

Um Patienten auch in einer immer älter werdenden Gesellschaft eine optimale Versorgung anbieten zu können hat das RKK Klinikum einen Schwerpunkt für Altersmedizin aufgebaut. Die im St. Josefskrankenhaus und Loretto-Krankenhaus hierfür eingerichteten Stationen IDA (Interdisziplinäre Altersmedizin) sind die einzigen Einrichtungen dieser Art im Großraum Freiburg und bündeln die Kompetenzen zur Versorgung geriatrischer Patienten unterschiedlicher Fachrichtungen. Im Rahmen des Gesundheitsforums „Die Zukunft der Altersmedizin“ am Montag, 15. Oktober um 19:00 Uhr im Freiburger Bürgerhaus Seepark (Gerhart-Hauptmann-Straße 1) wird aufgezeigt, wie eine moderne Altersmedizin den medizinischen und pflegerischen Bedürfnissen älterer Patienten optimal gerecht werden kann. Aufgrund der begrenzten Kapazität ist eine Anmeldung erforderlich (Telefon: 0761 / 2711-5229, E-Mail: Sekretariat.Neurologie@rkk-klinikum.de

Dr. Klaus Nowack
Dr. Mike Oberle

Akute Erkrankungen bedeuten häufig, vor allem für ältere Menschen, einen tiefen Einschnitt in der weiteren Lebensführung. Die Bewältigung des Alltags, die Beweglichkeit und die aktive Teilnahme am Leben kann durch eine neu auftretende Krankheit oder eine Verletzung plötzlich bedroht oder unmöglich gemacht werden. „Bereits eine wenige Tage dauernde Inaktivität kann die zuvor bestehende Selbständigkeit gefährden“, betont Dr. Klaus Nowack.  Der Oberarzt hat die Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und Kindertraumatologie um die Alterstraumatologie erläutert beim Gesundheitsforum die operative Versorgung von Hüftfrakturen in Verbindung mit der Geriatrisch frührehabilitativen Komplexbehandlung (GFK) und zeigt auf vor welchen Herausforderungen die Unfallchirurgie bei der Versorgung älterer Menschen steht und wie sich die Klinik darauf vorbereitet.

 

„In vielen Fällen kann durch die GFK eine Pflegebedürftigkeit vermieden und können Patienten mobiler, selbstständiger und stabiler nach Hause entlassen werden“, erläutert Dr. Mike Oberle, Leitender Arzt der Arthroskopischen Chirurgie im St. Josefskrankenhaus.

 

Dr.Bernd Köster
Dr. Philipp Ziefer

Akute Erkrankungen, Knochenbrüche und Operationen führen bei älteren, oft mehrfach erkrankten Menschen häufig zu einer begleitenden Verschlechterung mehrerer körperlicher und geistiger Funktionen. „So kann es plötzlich zu Verwirrtheit und Verhaltensauffälligkeiten, allgemeiner Schwäche, Problemen beim Gehen etc. kommen; die Patienten benötigen mehr Zeit und Unterstützung bei der Genesung“, weiß Dr. Bernd Köster zu berichten. Der Ärztliche Leiter des Fachbereichs Neurologie, Psychiatrie und Geriatrie zeigt beim Gesundheitsforum auf, warum Betroffene einer medizinischen Behandlung auf chirurgischem, internistischem oder neurologischem Fachgebiet bedürfen und welche Rolle eine ganzheitlichen Versorgung in Form aktivierender und trainierender Maßnahmen sowie sozialer Begleitung, Beratung und Unterstützung für die Wiedererlangung der Selbständigkeit und Mobilität spielen.

 

„Ziel ist es, die persönlichen Ressourcen des Patienten so zu fördern, dass er ein größtmögliches Maß an Selbstständigkeit zurückgewinnt, um möglichst in seine gewohnte Umgebung zurückkehren zu können“, ergänzt Oberarzt Dr. Philipp Ziefer, der diese Zusammenhänge beim Gesundheitsforum ausführen wird und gemeinsam mit Dr. Bernd Köster immer dann von Kollegen anderer Fachrichtungen hinzugezogen wird, wenn bei deren Patienten neurologische, psychiatrische oder geriatrische Erkrankungen vorliegen oder vermutet werden.