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Fachbereich Neurologie / Geriatrie / Gerontopsychiatrie

Dr. Bernd Köster

"Unser Handeln orientiert sich am einzelnen Patienten mit seiner Erkrankung, mit seinen Ängsten und Bedürfnissen, seinen Schwächen und Stärken.“

Kontakt

Neurologie / Geriatrie / Gerontopsychiatrie
RKK Klinikum -
St. Josefskrankenhaus
Sautierstraße 1
79104 Freiburg im Breisgau
Tel: +49(0)761 2711-5229
Fax: +49(0)761 2711-2711
Neurologie@demo.rkk-sjk.de
Kurzvita

Dr. Bernd Köster ist Facharzt für Neurologie und Psychiatrie mit den Zusatzqualifikationen Geriatrie, Psychotherapie und Gerontopsychiatrie. Seine Weiterbildungszeiten hat er in den Freiburger Universitätskliniken für Neurologie, Psychiatrie und Neurochirurgie sowie in der Abteilung Geronto- und Neuropsychiatrie des Zentrums für Psychiatrie Emmendingen absolviert. Im Jahr 2004 wechselte er zum RKK Klinikum. Hier startete er einen Konsiliardienst mit Ambulanz für Neurologie und Psychiatrie sowie die Strukturen für eine akutgeriatrische Frührehabilation in allen drei Häusern des Verbundes. Seit April 2016 leitet Dr. Bernd Köster darüber hinaus ärztlich die neu geschaffene Station IDA (interdisziplinäre Altersmedizin). In enger Zusammenarbeit mit den Kollegen der Abteilungen für Chirurgie und Innere Medizin sowie zahlreichen weiteren Berufsgruppen erfolgt hier die Behandlung älterer und hochaltriger Menschen mit erschwertem Krankheitsverlauf und Rehabilitationsbedarf.

Leistungsspektrum

Selbstverständnis des Bereichs Neurologie / Geriatrie / Gerontopsychiatrie

Wir behandeln hier viele Menschen mit oft einschneidenden Veränderungen von Gesundheit, Körperfunktionen, eventuell auch erschwerten sozialen und psychischen Rahmenbedingungen. Neben Diagnostik und Therapie auf modernstem Stand ist daher für uns von zentraler Bedeutung, die Pflegenden und Therapeuten sowie Sozialarbeit und Entlassmanagement früh in die Behandlung einzubinden. Ziel hierbei ist, den Bedürfnissen des Patienten entsprechend, neben einer Erholung der Organfunktionen auch ein größtmögliches Maß an Selbständigkeit und Autonomie zu erlangen. Hierzu sind eine enge Zusammenarbeit im Rahmen des Gesamt-Teams sowie engmaschige Kommunikation mit den Patienten, ggf. auch deren Angehörigen unverzichtbarer Bestandteil. So wird für jeden Patienten ein individuelles Gesamt-Behandlungskonzept erstellt, bei dem nicht das Maximale, sondern das Optimale das Maß aller Dinge ist.

1. NEUROLOGIE

Typische Beeiträchtigungen durch neurologischer Erkrankungen
  • Schwindel
  • Gangunsicherheit und Stürze
  • Kopf- und Nervenschmerzen
  • Lähmungs- oder Taubheitserscheinungen
  • Bewusstseinsverluste
  • Schluckstörungen
  • Sprechstörungen

Diagnose

Die Diagnose der auslösenden Krankheiten ist die wesentliche Voraussetzung der Behandlung.

Auslösende Krankheiten
  • Schlaganfall
  • Parkinson-Krankheit
  • Hirnhautentzündung (Meningitis, Enzephalitis)
  • Epilepsie
  • Nervenkompressionen im Bereich der Wirbelsäule
  • Polyneuropathie
  • Multiple Sklerose
Therapeutische Optionen

Die therapeutischen Optionen in der Neurologie sind sehr vielfältig und haben sich in den letzten 10 Jahren massiv erweitert. Sie richten sich nach der festgestellten Erkrankung und bestehen z. B. in gezielten medikamentösen Maßnahmen, Beratung im Bezug auf die Lebensführung. In manchen Fällen wird ein operatives Vorgehen erforderlich, wozu eine enge Kooperation mit den neurochirurgischen Kollegen besteht. Bei Funktionsdefiziten werden diese erweitert durch therapeutisch-trainierende Maßnahmen wie Ergotherapie, Physiotherapie und Logopädie.

2. PSYCHIATRIE UND GERONTOPSYCHIATRIE

Die Krankheitsursachen können sehr vielfältig sein und sowohl in belastenden Lebensumständen oder Einschnitten (z.B. Verlust, Trauer, Krankheit...) bestehen, als auch in direkten Erkrankungen des Organs Gehirn.

Die Diagnoseerstellung erfolgt zunächst im Rahmen eines Gesprächs, in dem die Vorgeschichte und die psychische Funktion im einzelnen erfasst werden. Bei Verdacht auf eine körperliche Ursache kommen neben einer neurologischen Untersuchung ggf. auch technische Verfahren (z.B. Schichtbildgebung, Elektroenzephalographie (= Hirnstrommessung)) oder bei Bedarf weitere Untersuchungsverfahren zum Einsatz.

Beeinträchtigungen psychischer Funktionen
  • Die Fähigkeit zu denken, zu erinnern, sich zu orientieren und zu konzentrieren
  • Stimmungslage und Antrieb
  • Trugwahrnehmungen
  • Schlafstörungen bis zur Umkehr des Tag-Nacht-Rhythmus
  • Problemverhalten (z. B. massive Unruhe, Weglauftendenz, Aggressivität)
  • Antriebsminderung
Es besteht ein weites Spektrum an diagnostischen Maßnahmen
  • Gespräch zur Erhebung von Vorgeschichte und psychischer Funktionen
  • Schichtbildgebung (Computer- oder Kernspintomographie)
  • Hirnstrom-Messung (EEG)
  • EEG

Therapeutische Optionen

Die therapeutischen Optionen im Akutkrankenhaus richten sich im Wesentlichen nach der zugrundeliegenden Ursache.

Im Vordergrund stehen hierbei:

  • Gestaltung des Umfelds (engmaschige Betreuung, kompetente u. aktivierende Pflege, Psychotherapie)
  • Bei Bedarf gezielte medikamentöse Behandlung
  • Häufig auch ein Weglassen auslösender Medikamente

Die Diagnose der auslösenden Krankheiten ist die wesentliche Voraussetzung der Behandlung.

3. AKUT-GERIATRIE: Interdisziplinäre Altersmedizin – IDA

Hier können ältere oder hochaltrige Patienten der verschiedenen Fachabteilungen behandelt werden, bei denen z. B. folgende alterstypische Beeinträchtigungen vorliegen:

  • Funktionsstörungen (z. B. Lähmungen, Schluck-, Sprech- oder Gangstörung mit Sturzneigung, Immobilität, allgemeine Gebrechlichkeit etc.)
  • Bedarf an trainierender Behandlung (Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie) sowie aktivierender Form der Pflege
  • Erfordernis, die Versorgung nach Entlassung zu koordinieren
  • Erhöhtes Risiko für Komplikationen wie Sturz und körperlicher Abbau etc.

Folgende Maßnahmen kommen zum Einsatz:

Therapeutische Verfahren bestehen in trainierenden, aktivierenden, unterstützenden und beratenden Maßnahmen. Diese begleiten fachübergreifende ärztliche Maßnahmen zur optimalen organmedizinischen Therapie. Von zentraler Bedeutung ist in diesem Zusammenhang die direkte menschliche Zuwendung durch die beteiligten Berufsgruppen des Teams.

Folgende Maßnahmen kommen zum Einsatz:
  • Geriatrisch-ärztliche Behandlung und Koordination
  • Erhebung des globalen Funktionsniveaus (Assessments)
  • Fächerübergreifend ärztliche Behandlung zur optimalen organmedizinischen Therapie
  • Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Psychotherapie
  • Aktivierende Pflege
  • Sozialberatung / Entlassmanagement
  • Teamorientierter Ansatz mit wöchentlichen Sitzungen
  • Rund-um-die-Uhr-Betreuung akut verwirrter Patienten durch speziell geschultes Personal.

Ambulanz für Neurologie, Psychiatrie und Geriatrie

Neurologische und psychiatrische Krankheitsbilder sowie geriatrische Probleme behandeln wir im Rahmen unserer Privat- und Selbstzahler-Ambulanz. Verträge mit der kassenärztlichen Vereinigung bestehen nicht.

Sekretariat

Elena Ens

Elisabeth van de Wetering
Tel: +49(0)761 2711-5229
Fax: +49(0)761 2711-2711
Sekretariat.Neurologie@rkk-klinikum.de