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Herzkatheter

Willkommen im Funktionsbereich Herzkatheter, der unter alleiniger Führung des St. Josefskrankenhauses steht.

Das RKK Klinikum ist mit einer modernen Funktionseinheit ausgestattet, die alle Möglichkeiten der modernen interventionellen Kardiologie bietet und rund um die Uhr an 365 Tagen zur Verfügung steht. Unser Interventionsteam ist jederzeit einsatzbereit zur Versorgung kardiologischer Notfälle wie z.B. einem akuten Herzinfarkt. Die Ärzte der kardiologischen Gemeinschaftspraxis „die Kardiologen“ arbeiten als ambulante und stationäre Kooperationspartner in den vertrauten Räumlichkeiten.

Eine Herzkatheteruntersuchung  kann verschiedene Fragen beantworten:

Wie ist die Pumpkraft des Herzens?
Wie ist die Durchblutung des Herzmuskels durch die sogenannten Herzkranzgefäße?
Gibt es Verengungen oder Undichtigkeiten der Herzklappen?
Wie ist der Blutdruck im Herzen und  den vom Herzen ausgehenden Gefäßen?

Dementsprechend vielfältig können die Gründe sein, warum bei Ihnen eine Herzkatheteruntersuchung durchgeführt wird. Der häufigste Grund ist, dass es Hinweise auf eine Verengung der Herzkranzgefäße gibt. Dies kann sich beispielsweise in Brustschmerzen (der sogenannten Angina pectoris), Luftnot unter Belastung, aber auch in Veränderungen des Elektrokardiogramms (EKG) oder der Ultraschalluntersuchung des Herzens (Echokardiographie) ergeben. Ein weiterer häufiger Grund für die Untersuchung können Veränderungen der Herzklappen sein. Ebenfalls können spezielle Herzrhythmusstörrungen diagnostiziert und in einer elektrophysiologischen Untersuchung (EPU) therapiert werden.

Diagnostische Verfahren
  • Linksherzkatheteruntersuchung, Darstellung der Herzkranz- und Bypassgefäßen sowie der linken Herzkammer (Koronarangiographie und Ventrikulographie) mit Messung des Blutflusses (FFR)
  • Rechtsherzkatheteruntersuchung, Messung des Flussverhaltens und der Drücke in der rechten Herzkammer und der Lungenstrombahn
  • Pulmonalisangiographie (Darstellung der Lungenarterien)
  • Elektrophysiologische Untersuchung (EPU)
  • Myokardbiopsien (Rechts- und linksventrikulär)
  • Periphere Angiographien (Aorta, Nierenarterien)
Therapeutische Verfahren
  • Ballondilatationen sowie Stentimplantationen
  • Ablation von Vorhofflimmern mittels Radiofrequenzablation, Pulmonalvenenisolation (EPU)
  • Intraaortale Ballon-Gegenpulsation (IABP)
  • Extrakorporale Herz-Kreislaufunterstützung (ECLS)

Wir verfügen über langjährige spezialisierte Kompetenz in der Therapie der ischämischen Herzerkrankung über die Unterarmarterien als Zugangsweg, was zu einer deutlich verringerten Belastung der Patienten, rascherer Mobilisation und auch  zu niedrigeren Zugangskomplikationsraten führt.
Spezielle Expertise in der Arrhythmiebehandlung, einschließlich Ablation supraventrikulärer und ventrikulärer Tachykardie mittels 3D-Mapping-Systemen, Implantation von Herzschrittmacher, ICD und CRT-Systemen.

Wie eine Herzkatheteruntersuchung abläuft

Für die Herzkatheteruntersuchung wird zunächst eine örtliche Betäubung der Punktionsstelle in der Leiste oder am Handgelenk durchgeführt, das heißt Sie erhalten eine kleine Spritze an dieser Stelle. Der Untersucher wird dann mit einer feinen Nadel das Gefäß punktieren und einen dünnen Draht in das Gefäß vorschieben.

Über diesen Draht kann dann der Katheter in das Gefäß eingeführt werden. Der Katheter ist ein dünner Kunststoffschlauch (ca. 1,4-2,0 mm dick), der durch das Gefäß zum Herzen vorgeschoben wird und durch den Kontrastmittel gespritzt werden kann. Hierbei werden sehr kurze Röntgenfilme aufgenommen, die im Anschluss betrachtet werden können. So können die Herzkranzgefäße untersucht und möglicherweise bestehende Engstellen identifiziert werden. Ebenfalls besteht  so die Möglichkeit, die Pumpkraft des Herzens zu messen.

Sollten enge Stellen (Stenosen) oder gar Gefäßverschlüsse gefunden werden, kann direkt mit der Therapie begonnen werden. Hierzu wird in die Stenose ein kleiner Ballon eingebracht, der dann kurz aufgedehnt wird, um das Gefäß so wieder auf die normale Weite auf dehnen. Da diese Methode jedoch nur kurzfristig erfolgreich ist wird in den meisten Fällen die Einlage einer Gefäßstütze (Stent) durchgeführt.

Hierbei handelt es sich um ein kleines Röhrchen aus Drahtgeflecht, das in zusammengefaltetem Zustand auf einem Ballon in die Engstelle eingeführt wird und sich dann dort beim Aufblasen des Ballons entfaltet. Während der Ballon anschließend wieder aus dem Gefäß entfernt wird, bleibt der Stent im Bereich der vormals bestehenden Engstelle und verhindert so eine erneute Verengung.

http://www.herzstiftung.de/pdf/zeitschriften/HH1_05_Katheter.pdf

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